Skip to content

Kolorektale Chirurgie

In der kolorektalen Chirurgie behandeln wir gut- und bösartige Erkrankungen des Dünndarmes, des Dickdarmes sowie des Mastdarmes. Das Team der Swiss1Chirurgie hat eine langjährige Erfahrung sowie eine hohe Fachkompetenz und Spezialisierung in diesem spannenden Gebiet.

Operationen am Dünn- und Dickdarm sind sehr häufig. Sie können nötig sein bei Entzündungen des Darmes – z.B. bei einer Divertikulitis, bei einer Blinddarmentzündung oder im Rahmen einer chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.

Auch bei grossen Polypen oder bei Darmkrebs muss eine Darmoperation vorgenommen werden.

Wichtig ist die frühe Erkennung von Darmerkrankungen, damit rechtzeitig die nötige Therapie eingeleitet werden kann.

Wie machen sich Erkrankungen des Darmes bemerkbar?

 Je nach Erkrankung unterscheiden sich die Symptome. Bei einer Entzündung treten neben Bauchschmerzen oft ein allgemeines Krankheitsgefühl sowie Fieber, Durchfall oder Erbrechen auf. Bei gut- und bösartigen Tumoren kommt es oft zu Blut im Stuhl, Veränderungen des Stuhlganges oder auch zu Bauchkrämpfen und Erbrechen. Oft treten aber bei Tumoren gar keine Symptome auf.

Welche diagnostischen Möglichkeiten gibt es?

Neben dem Gespräch mit dem Arzt und der klinischen Untersuchung des Bauches ist bei Erkrankungen des Darmes oft eine Darmspiegelung notwendig. Diese sollte auch ohne Symptome ab einem Alter von 50 Jahren durchgeführt werden um einen möglichen Darmkrebs beziehungsweise die Vorstufen (Polypen) zu erkennen und zu behandeln. Bei familiärer Belastung sollte bereits ab 40 Jahren eine Koloskopie erfolgen. In der Darmspiegelung können Entzündungen, Polypen, Divertikel und Darmkrebs festgestellt werden. Polypen können oft während der Darmspiegelung abgetragen und danach untersucht werden.

Weitere Untersuchungen des Darmes sind der Ultraschall des Bauches, die Computertomographie (CT) oder die Magnetresonanzuntersuchung (MRI). Dort können Entzündungen des Darmes, Divertikel oder auch Darmtumore erkannt werden.

Divertikel

Divertikel sind Ausstülpungen der Darmwand, sie befinden sich meist im unteren Teil des Dickdarmes, im Colon sigmoideum. Mit zunehmendem Alter sind Divertikel sehr häufig – 80 Prozent der über 80-Jährigen haben Divertikel. Die meisten von ihnen bleiben symptomfrei. Symptome entstehen durch Entzündungen der Divertikel, man spricht dann von einer Divertikulitis.

Eine unkomplizierte Divertikulitis heilt oft von alleine oder mit Hilfe von Antibiotika ab. Bei einer komplizierten Entzündung kann es zu einer Perforation eines Divertikels kommen. Dadurch kann ein Abszess entstehen oder sogar Stuhl in die Bauchhöhle austreten. Manchmal ist dann eine Notfall-Operation nötig. Wenn eine antibiotische Therapie nicht anschlägt, ist ebenfalls eine peration nötig. Nach abgeheilter komplizierter Divertikulitis oder nach mehreren unkomplizierten Divertikulitisschüben wird ebenfalls eine Operation des befallenen Darmabschnittes empfohlen.

Polypen und Darmkrebs

Polypen sind Vorstufen von Darmkrebs und noch gutartig. Können sie endoskopisch entfernt werden, braucht es keine weitere Therapie. Bei einem bösartigen Tumor muss jedoch praktisch immer operiert werden. Oft ist aber durch die Operation eine Heilung möglich.

Wie wird eine Darmoperation gemacht?

Wir operieren am Darm wann immer möglich laparoskopisch, das heisst mittels Schlüssellochtechnik. Dies ist viel schonender als eine offene Operation. Bei gutartigen Erkrankungen wird der kranke Abschnitt des Darmes entfernt und die beiden Enden durch eine Naht wieder verschlossen. Hierfür brauchen wir häufig ein Klammernahtgerät. Bei bösartigen Tumoren müssen neben dem betroffenen Darmabschnitt auch die zuführenden Gefässe und Lymphbahnen operiert werden, um alle Tumorzellen zu entfernen.

Bei Tumoren weit unten im Dickdarm (Mastdarm oder Rektum) muss manchmal ein vorübergehender künstlicher Darmausgang angelegt werden, um eine gute Heilung der Naht zu ermöglichen.

Der entfernte Darm wird immer in die Pathologie geschickt und dann unter dem Mikroskop histopathologisch untersucht. Je nach Tumorstadium braucht es nach der Operation eine ergänzende Chemotherapie (adjuvante Therapie). Bei Krebs des Mastdarmes ist manchmal auch eine Chemotherapie und/oder Bestrahlung schon vor der Operation nötig (neoadjuvante Therapie). Dadurch wird der Tumor verkleinert und der Operationserfolg bzw. die Heilungschancen vergrössert.

Alle Patienten mit einer Krebserkrankung werden bei uns am interdisziplinären Tumorboard besprochen. Dort wird die beste Therapie von allen Spezialisten (Krebsspezialisten, Radiologen, Strahlentherapeuten, Chirurgen) zusammen festgelegt.

Eine Operation am Dünn- oder Dickdarm dauert in der Regel zwischen 1-3 Stunden, der Spitalaufenthalt 3-6 Tage.

EINFACH ERKLÄRT

Filmberichte & Vorträge über Saures Aufstossen, Speisenröhrenkrebs, Nachsorge und weiteren medizinischen Themen.

Online-Referat: «REFLUX ALS RISIKOFAKTOR FÜR SPEISERÖHRENKREBS»
Mittwoch, 23. März 2022, 18.00 – 19.00 Uhr
 (kostenlos)
Eine chronische nicht behandelte Refluxerkrankung ist ein Risikofaktor für Speiseröhrenkrebs. Dr. med. Jörg Zehetner erklärt in seinem Vortrag die Zusammenhänge und wie Reflux behandelt werden kann.
Anmeldung an info@krebsligabern.ch bis 18. März 2022

Anmeldung