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Schilddrüsenchirurgie

Das Team der Swiss1Chirurgie verfügt über eine langjährige operative Erfahrung in der Schilddrüsenchirurgie. In Zusammenarbeit mit unseren Partnern und mit viel Leidenschaft bieten wir eine umfassende Abklärung und Therapie der verschiedenen Schilddrüsenerkrankungen an.

Die Schilddrüse ist ein ca. 5cm grosses Organ, es wiegt zwischen 18 und 20 Gramm und befindet sich unterhalb des Kehlkopfes.

Die Schilddrüse produziert Schilddrüsenhormone (Thyroxin, kurz T4 und Trijodthyronin, kurz T3). Diese wirken auf viele verschiedene Organe im menschlichen Körper und funktionieren als eine Art Gaspedal des Stoffwechsels. Störungen der Schilddrüse können entsprechend viele unterschiedliche Symptome auslösen. Zur Herstellung der Schilddrüsenhormone benötigt die Schilddrüse ausreichend Jod.

Die 4 kleinen Nebenschilddrüsen liegen direkt an der Schilddrüse und sind wichtig für den Knochenstoffwechsel.

Welche Schilddrüsenerkrankungen gibt es?

Erkrankungen der Schilddrüse sind sehr häufig, etwa 5-10 % der Bevölkerung sind davon betroffen. Oft handelt es sich um Störungen der Hormonproduktion, wodurch es zu einer Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse kommen kann. Zudem gibt es gut- und selten bösartige Vergrösserungen der Schilddrüse.

Funktionsstörungen

Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse werden zu wenig Hormone produziert. Dadurch kommt es zu Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kälteempfinden oder niedrigem Puls. Auch trockene Haut und brüchige Haare sind typische Anzeichen.

Bei einer Überfunktion werden zu viele Hormone ausgeschüttet. Dies führt zu gegenteiligen Symptomen, also zu Schwitzen, Gewichtsverlust, Nervosität oder Herzrasen.

Bei einer Überfunktion kann es häufig zu einer Vergrösserung der Schilddrüse kommen.

Als Ursache für eine Funktionsstörung kommen Entzündungen, Autoimmunerkrankungen oder ein Jodmangel in Frage.

Vergrösserte Schilddrüsen und Schilddrüsenknoten

Oft kommt es zu einer Knotenbildung der Schilddrüse. Diese können einzeln auftreten oder das ganze Organ betreffen. Dadurch wird die Schilddrüse auch vergrössert. Wir sprechen dann von einer Struma (früher Kropf). Die Hauptursache ist ein Jodmangel. Da heute viele Lebensmittel mit Jod angereichert werden (zb unser Kochsalz), sind Strumen nicht mehr so häufig wie früher.

Schilddrüsen können auch bösartig vergrössert sein, dabei handelt sich um Schilddrüsenkrebs. Dieser ist viel seltener als eine gutartige Vergrösserung. Die Prognose ist viel besser als bei vielen anderen Krebserkrankungen. Trotzdem ist natürlich eine frühzeitige Diagnose wichtig, um eine rasche Therapie einleiten zu können.

Wie diagnostiziert man eine Schilddrüsenerkrankung?

Zur Diagnostik gehören bei entsprechenden Symptomen oder bei einer Vergrösserung der Schilddrüse immer eine Laboruntersuchung der Schilddrüsenhormone im Blut sowie eine Ultraschalluntersuchung. Je nach Erkrankung kommen weitere Untersuchungen wie Szintigrafie (Untersuchung der Stoffwechselfunktion der Schilddrüse), eine Feinnadelpunktion zur Gewebegewinnung, eine Computertomographie oder selten eine Magnetresonanzuntersuchung dazu.

Wann muss eine Operation durchgeführt werden?

Funktionsstörungen der Schilddrüse können oft mit Medikamenten therapiert werden. Bei Schilddrüsenvergrösserungen oder nicht kontrollierbaren Funktionsstörungen ist aber oft eine Operation nötig.

Auch bei einer Struma ist eine Operation oft sinnvoll, dies vor allem bei einer mechanischen Beeinträchtigung. Eine grosse Struma kann zu Atemnot, Schluckbeschwerden oder Stimmveränderungen führen. Bei Schilddrüsenkrebs oder auch schon bei dringendem Verdacht auf eine bösartige Veränderung sollte immer unverzüglich operiert werden. 

Wie sieht eine Schilddrüsenoperation aus?

Die Operation beginnt mit einem queren Hautschnitt im unteren Halsbereich. Danach gelangt man zwischen den kurzen Halsmuskeln zur Schilddrüse. Das Organ hat die Form eines Schmetterlings. Wir operieren immer mit Lupenbrille, damit sind die sehr feinen Strukturen gut sichtbar. Eine Verletzung des direkt unterhalb der Schilddrüse liegenden Stimmbandnervs muss unbedingt vermieden werden. Dafür benutzen wir ein Neuromonitoring, welches das Nervensignal hörbar macht. Auch die vier an der Schilddrüse anliegenden sehr kleinen Nebenschilddrüsen sollten immer geschont werden.

Falls nur eine Seite der Schilddrüse vergrössert oder erkrankt ist, reicht eine einseitige Operation. Dabei wird das gesamte Schilddrüsengewebe auf einer Seite entfernt. Sind beide Seiten betroffen, muss das ganze Organ entfernt werden. Bei einseitiger Operation besteht weiterhin eine normale Hormonfunktion. Bei beidseitiger Operation müssen die Schilddrüsenhormone danach in Tablettenform eingenommen werden. Dies ist sehr einfach. Die Hormone müssen dann alle 6 –12 Monate überprüft werden.

Eine Schilddrüsenoperation dauert 1,5-3 Stunden, der Spitalaufenthalt danach 2-3 Tage.

 

Wir freuen uns, Sie in unserer Sprechstunde beraten zu dürfen.

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